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Wirkung und Nutzen von Biostimulanzien in der Landwirtschaft

Die vergangenen Vegetationsperioden haben gezeigt, wie schnell Hitze, Trockenheit oder Starkniederschläge die Ertragsplanung aushebeln können und das Klima immer unberechenbarer wird. Genau hier setzen Biostimulanzien wie boncrop flow und boncrop solid an: Sie sind darauf ausgelegt, die natürlichen Abwehr- und Wachstumsprozesse Ihrer Kulturen zu aktivieren und so auch unter Stressbedingungen stabile Erträge zu sichern. Damit sind sie ein zentraler Baustein für einen integrierten, zukunftsfähigen Pflanzenbau, der Ökonomie, Nachhaltigkeit und Bodenfruchtbarkeit vereint.

Wirkmechanismen

Biostimulanzien wirken nicht wie klassische Dünger, sondern als biologischer Impulsgeber für die Pflanze: Sie aktivieren Signalwege, fördern die Wurzelarchitektur und stärken das Mikrobiom. Algenextrakte aus Ascophyllum nodosum liefern Phytohormone und Antioxidantien, während Trichoderma-Pilze das Bodenleben ankurbeln. Das Ergebnis: höhere Nährstoffeffizienz, mehr Stresstoleranz und eine stabile Photosyntheseleistung – selbst in Trocken- oder Hitzephasen, die durch den Klimawandel verstärkt auftreten.

Power aus Ascophyllum nodosum

Die Braunalge liefert Alginat, Amino- und Huminsäuren, Vitamine sowie Phytohormone wie Auxin und Cytokinin. Diese Kombination steigert Wasserhaltevermögen, Nährstoffverfügbarkeit und schützt die Pflanze vor abiotischem Stress.

boncrop Inhaltsstoffe Rapspflanze

Der Stress-Primer-Effekt – früh trainierte Resilienz

Biostimulanzien wie boncrop flow und boncrop solid wirken nicht wie klassische Dünger, sondern als biologischer Impulsgeber, der Pflanzen auf spätere Stresssituationen vorbereitet. Eine leichte, frühzeitige Belastung löst Signalkaskaden aus, die Abwehrproteine speichern – ein „Stressgedächtnis“. Tritt Hitze- oder Trockenstress erneut auf, steht diese Schutzausrüstung innerhalb von Sekunden zur Verfügung und verhindert Ertragseinbußen. Das versteht man unter dem Stress-Primer-Effekt.

Kernwirkungen im Überblick

  • Aktivierte Abwehrmechanismen: boncrop fördert die Bildung antioxidativer Enzyme und Hitzeschockproteine, sodass die Pflanze Stressfaktoren schneller neutralisiert.
  • Gestärkte Wurzelsysteme: Algenwirkstoffe und der patentierte Trichoderma-Stamm in boncrop solid erhöhen die Feinwurzelbildung; Wasser- und Nährstoffaufnahme bleiben stabil, auch wenn der Boden austrocknet.
  • Regulierte Phytohormone: Auxine, Cytokinine und Abscisinsäure aus Ascophyllum nodosum steuern Wachstum und Stressreaktionen präzise und fördern eine gleichmäßige Entwicklung.

Praxisbeispiel Mais 2023 (Huntlosen)

boncrop behandelte Bestände erzielten 134,8 dt TM/ha gegenüber 128,1 dt TM/ha in der unbehandelten Kontrolle – ein Plus von rund 6,7 dt/ha bzw. 5 %.

Ergebnis des Exaktversuchs zu boncrop flow in Körnermais

Synergie mit Trichoderma

Der patentierte Trichoderma-Stamm in boncrop solid produziert Enzyme und Hormone, belebt das Bodenmikrobiom und weitet seine Wirkung sogar in Böden von pH 4-8 aus. In Kombination mit den Algenextrakten entsteht ein „Wurzel-Boost“, der die Nährstoffaufnahme maximiert.

Vorteilhafte Auswirkungen von boncrop Biostimulanzien

Was sind Biostimulanzien eigentlich genau?

Biostimulanzien sind innovative Produkte, die natürliche Prozesse in Pflanzen und Boden aktivieren. Sie ergänzen Dünge- und Pflanzenschutzstrategien, indem sie Nährstoffeffizienz, Stresstoleranz und Qualitätsparameter steigern.

Klare Abgrenzung

Biostimulanzien ersetzen weder Dünger noch Pflanzenschutz, sondern stimulieren natürliche Proszesse, die Nährstoffeffizienz, Stresstoleranz und Qualitätsmerkmale verbessern.

EU-Düngeprodukte-Verordnung (EU 2019/1009)

Seit Inkrafttreten der EU-Verordnung 2019/1009 im Juli 2022 werden Pflanzen-Biostimulanzien als Produktkategorie PFC 6 geführt. Sie dürfen EU-weit vermarktet werden, sobald die Konformität nachgewiesen ist - eine Voraussetzung, die alle boncrop Produkte bereits erfüllen.

Nachgewiesener Nutzen

Praxis- und Exaktversuche in unterschiedlichen Regionen und Kulturen – von Körnermais über Winterweizen bis Raps – bestätigen den Mehrwert der boncrop Biostimulanzien eindeutig: Sie steigern die Feinwurzelbildung, erhöhen die Nährstoffeffizienz und stabilisieren Erträge selbst nach Hitze- oder Trockenstress. Die wichtigsten Kennzahlen aus den jüngsten Versuchsserien haben wir im Folgenden zusammengestellt.

  • Wurzelwachstum - verbessertes Wurzelwachstum und verstärkte Feinwurzelbildung
  • Wasseraufnahme - erhöhte Wassernutzungseffizienz
  • Nährstoffeffizienz - verbesserte P-Verfügbarkeit, bessere Mikronährstoffaufnahme
  • Stressresistenz - schnellere Regeneration nach Trockenstress
  • Ertrag & Qualität - stabile Kornerträge, höhere Rohproteingehalte

Die nachfolgenden Kennzahlen fassen die wichtigsten Ergebnisse zusammen - von Ertrags- und Qualitätssteigerungen bis zur verbesserten Bestandsentwicklung.

  • Körnermais, Huntlosen 2023: +5% Ertragssteigerung mit boncrop solid (125 kg/ha)
  • Winterweizen, Huntlosen 2022: +1,4% Ertragssteigerung mit boncrop flow
  • Sommergerste, Huntlosen 2023: +17% Ertragssteigerung mit boncrop flow
  • Winterraps, Bamberg 2023: +7% Ertragssteigerung mit boncrop flow
  • Speisekartoffel, Huntlosen 2023: +8% Ertragsstiegerung und bessere Sortierung mit boncrop flow

Anwendung & Dosierung

Ein präziser Einsatzzeitpunkt ist entscheidend, damit der Stress-Primer-Effekt sein volles Potential entfaltet. Applizieren Sie boncrop solid möglichst früh zur Aussaat, um das Wurzelsystem schon in der Jugendentwicklung zu stimulieren, und setzen Sie boncrop flow in der Vegetationsphase gezielt auf den Blattapparat, sobald die Kultur ausreichend Blattmasse gebildet hat (BBCH 12–39).

Die nachfolgende Zusammenstellung fasst die empfohlenen Aufwandmengen und Applikationstechniken für die wichtigsten Kulturen zusammen, sodass Sie Aufwandkosten, Technik und Kulturstadium optimal aufeinander abstimmen können.

boncrop flow - flüssige Formulierung - Einsatz BBCH 12-39 - 2 l/ha im Spritzverfahren

boncrop solid - Granulat - Einsatz mit der Aussaat - 125 kg/ha - Unterfußtechnik, Düngerstreuer

Das Ziel ist ein möglichst frühes Wurzelwachstum, damit der Stress-Primer-Effekt seine volle Wirkung entfalten kann. Dadurch kann das pflanzliche Abwehrsystem in Stresssituationen rechtzeitig einsetzen: Die Wurzeln verzweigen sich stärker, Wasser- und Nährstoffaufnahme steigen und spätere Stressspitzen treffen auf bestens vorbereitete Bestände. So können Sie bereits mit der Aussaat den Grundstein für stabile Bestände legen.

Weitere, kulturgenaue Aufwandmengen und Applikationsfenster finden Sie in unseren Kulturen-Steckbriefen.

FAQ – Häufige Fragen aus der Praxis

Ersetzt boncrop meine N-Düngung?

Nein. Biostimulanzien liefern selbst keinen relevanten Stickstoff. Sie verbessern die Nährstoffnutzung und können dadurch die Düngebilanz entlasten, ersetzen aber keine bedarfsgerechte Mineraldüngung – diese muss weiterhin betriebsindividuell geplant werden.

Funktioniert boncrop auch auf leichten Sandböden?

Ja. Der patentierte Trichoderma-Stamm bleibt selbst auf humusarmen Sandstandorten und in sauren Böden bis pH 4 aktiv und fördert dort Wurzel- und Bodenleben. In Versuchen auf leichten Sandstandorten wurden stabile Mehrerträge und bessere Nährstoffverfügbarkeit gemessen.

Gibt es Rückstandsgrenzen oder Wartezeiten?

Als CE-gekennzeichnetes PFC-6-Produkt enthält boncrop keine Wirkstoffe mit Rückstandshöchstmengen. Die EU-Düngeprodukte-Verordnung verlangt daher keine Wartezeit. boncrop kann bis kurz vor Ernte appliziert werden, ohne Rückstandsprobleme zu verursachen.

Kann ich boncrop mit Pflanzenschutzmitteln mischen?

boncrop flow ist in Praxis- und Labormischproben mit gängigen Herbiziden, Fungiziden und Blattdüngern mischbar. Ein kurzer Vortest im Eimer ist aber sinnvoll, um z.B. Ausflockungen auszuschließen. Hier geht’s zur Anleitung des Anmischtests.

Wie schnell sehe ich Effekte?

Optische Unterschiede – kräftigeres Blattgrün, dichtere Bestände – zeigen sich meist ab BBCH 30. Im Mais empfiehlt boncrop die Applikation ab Vierblatt-Stadium; erste Zuwächse bei Wurzelmasse und Chlorophyll sind wenige Wochen später messbar und schlagen sich zur Ernte im Ertrag nieder.

Ist boncrop für den Öko-Landbau geeignet?

Ja. boncrop flow ist FiBL-gelistet und damit für den ökologischen Landbau zugelassen. Die Algen- und Mikroorganismenbasis passt in alle EU-Bio-Regelwerke (EU 2018/848, 2021/1165). Landwirte können das Produkt ohne Einschränkungen in Bio-Fruchtfolgen einsetzen. boncrop solid hingegen wird nur in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt.

Weitere häufige Fragen und Antworten finden Sie in unserem FAQ-Bereich.

Noch mehr zu Wirkung und Nutzen von Biostimulanzien erfahren?

Unsere kompakte Produktbroschüre fasst Versuchsergebnisse, Dosierempfehlungen und Praxistipps übersichtlich zusammen. Laden Sie das PDF gratis herunter oder sprechen Sie direkt mit unserem Beratungsteam.

boncrop Broschüre als PDF

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Sebastian Büning, Produktmanager Biostimulanzien

Sebastian Büning
Produktmanager Biostimulanzien

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